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Liga-Beurteilung: LeBlanc

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RiotBabagahnoosh

Lead Creative Designer

10-29-2010

Kandidat: LeBlanc
Datum: 29. Oktober, 20 CLE

BEOBACHTUNG

LeBlancs maßvolle Schritte lassen sie mit einer Grazie und einem Dekorum über den polierten Marmor hinwegschweben, die ihresgleichen suchen. Ihr verziertes Magiergewand, stilvoll und gepflegt, verleiht ihr ein imposantes Erscheinungsbild, wie man es nur selten fernab eines königlichen Hofes sieht. In ihren zarten Händen hält sie einen langen Stab, den eine Reihe facettenreicher Kristalle, von einer unbekannten Macht in der Schwebe gehalten, krönen. In ihr glänzendes Haar ist ein weiterer solcher Kristall gesteckt, der das Licht der Fackeln, an denen sie vorüberschreitet, in alle Richtungen zerstreut.

Vor einer verzierten Tür kommt sie zum Stehen und hält einen Moment inne, um die Inschrift zu studieren. „Der wahre Gegner lauert im Inneren“, liest sie verwundert. Die Ironie lässt die Ränder ihrer Lippen einen Bogen beschreiben und ein kurzes Lächeln erahnen, doch nur für eine Sekunde. Einen Augenblick später ist ihr Antlitz einmal mehr unerbittlich – ein gefühlloses Rätsel, doch noch immer atemberaubend schön. Sie streckt eine ihrer perfekt manikürten Hände aus und lässt die Flügeltür trotz ihres offensichtlichen Gewichts mühelos aufschwingen. Für einen Moment späht sie in die beklemmende Schwärze, bevor sie die Dunkelheit mit gleichmäßigen Schritten betritt.

BETRACHTUNG

Die Dunkelheit wurde kalt. Sie zog die Robe fester um sich, um sich vor der Kühle zu schützen, und unterdrückte ein leichtes Zittern. Eine Gestalt in einer Kutte schob sich mit einer abgedunkelten Laterne in ihren Händen an ihr vorbei. Im schwachen Licht der Laterne konnte sie Steine und Mörtel zu ihren beiden Seiten ausmachen. Weiter entfernt tropfte Wasser und der Gestank von Schimmel kroch ihr in die Nase.

Eine weitere schattenhafte Gestalt schlurfte an ihr vorbei, Teil einer Prozession. Sich am Ende der Prozession einreihend, schaute LeBlanc einen Augenblick an sich herunter. Über ihren traditionellen Hofputz war ein samtschwarzer Umhang drapiert, der mit einer onyxfarbenen schwarzen Rose zusammengehalten wurde. Ihr Stab war verschwunden, ebenso wie die Brosche in ihrem Haar. Vor ihr weitete sich der Tunnel in einen Raum und sie sah, wie sich eine Vielzahl von Leuten in der Dunkelheit zusammenfand. LeBlanc schob sich bis an die Spitze. Die Menge teilte sich vor ihr und sie rang nach Luft. Dort, inmitten der Herde Schaulustiger, stand sie sich selbst von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Nun, mehr oder weniger sich selbst. Augenblicklich war ihr die Situation vertraut und sie wartete geduldig auf ihren Moment.

Einer der Kapuzen-tragenden Zuschauer trat vor und wandte sich an den Doppelgänger: „LeBlanc“, krächzte er die Frau im Zentrum des Kreises an, „weshalb hast du uns beschworen? Dies sind gefährliche Zeiten für ein so großes Treffen der Schwarzen Rose.“

Die Frau öffnete ihren Mund, um zu sprechen, doch ein scharfes Keuchen unterbrach sie. Sie zückte ein besticktes, mit Blut besprenkeltes Taschentuch aus den Falten ihres Kleides und benutzte es, um ein Husten zu unterdrücken. Sie räusperte sich. „Brüder und Schwestern“, sprach sie leise, „ich habe euch gerufen, da ich alt bin und gebrechlich werde. Schon bald werde ich wieder eins sein mit dem Staub.“ Sie lächelte: „Für mich ist die Zeit gekommen, meine Stellung als Matrone der Gesellschaft abzugeben.“ Sie hustete erneut, lauter diesmal.

„Unter euch ist eine, die große Verheißung und Führungskraft gezeigt hat“, fuhr sie fort. „Jemand, deren Talente nur durch ihre Hingabe und Loyalität übertroffen werden.“ Sie zog die funkelnde Brosche aus ihrem Haar und die Illusion löste sich auf. Ihre Porzellanhaut wurde aschfarben, ihr Haar dünn und strähnig und ihre Augen eingefallen. Sie streckte eine runzelige Hand in LeBlancs Richtung aus, „Evaine, tritt vor und gib dich zu erkennen.“ LeBlanc trat vor, nahm das Schmuckstück in Empfang und drapierte es in ihrem sorgsam zurechtgemachten Haar. Ihre Vorgängerin bot ihr den Stab dar. „Seltsam“, merkte die alte Frau an, „es ist, als schaute ich in den Spiegel.“ LeBlanc übernahm auch den Stab und die Szenerie um sie herum löste sich auf.

Einen Augenblick später saß sie in ihrem Studierzimmer, den Stab sorgsam in der Beuge ihres Ellenbogens abgelegt, als sie aus einer reichverzierten Tasse Tee nippte. Ihr gegenüber saß eine hinfällige Gestalt, der zerbrechliche Körper in eine streng zusammengehaltene Militärtracht gehüllt. Ein großer Rabe saß auf seiner Schulter.

„Welchem Umstand habe ich das Vergnügen dieses Besuches zu verdanken, Jericho Swain?” fragte sie. Swains gekrümmte Hand schloss sich um den Henkel seiner Teetasse und er führte das dampfend heiße Getränk an seine Lippen.

„Ausgezeichnet”, krächzte er. „Matrone LeBlanc, Ihr hattet schon immer einen tadellosen Geschmack.“

„Den habe ich”, stimmte sie mit einem Lächeln zu, das aber doch nur Trauer enthielt. Sie streckte eine Hand über den Tisch hinweg aus, um seine von Narben gezeichnete Hand in die ihre zu nehmen. „Doch das wusstet Ihr bereits. Ihr wusstet es, bevor Ihr Euch selbst verkauft habt.“

Swain drückte einen dornigen Onyxring in ihre Hand. „Das ist wahr. Ich habe Opfer gebracht. Aber ich habe sie für uns erbracht. Die Schwarze Rose gehört Euch, Matrone, aber ich wurde etwas Größeres.“ Wie als Zustimmung krächzte der Rabe auf seiner Schulter. „Die Zeit ist gekommen. Tut Euch mit mir zusammen und wir können uns zurückholen, was uns durch Boram Darkwill genommen wurde.“

Sie blickte auf den Ring. „Ihr habt Eurer Persönlichkeit entsagt, um Darkwills Vertrauen zu gewinnen. Der Rest eilt nicht.“

„Vielleicht. Aber es gibt andere Wege”, fuhr Swain fort.

Ein Dienstbote trat in die Tür, um einen weiteren Gast anzukündigen. „General Du Couteau ist hier, um Euch zu sehen, Matrone.“

LeBlanc warf Swain einen neugierigen Blick zu. „Schickt ihn hinauf“, antwortete sie. Der Dienstbote verließ das Studierzimmer. „Du Couteau ist dieser ordinäre Schoßhund des Generals“, spie sie. „Er wird uns nichts nützen, Jericho.“

„Vielleicht seid Ihr im Irrtum, Täuscherin. Er ist von noblem Blut“, sagte Swain.

LeBlanc hielt den Ring empor: „Aber er ist keiner von uns!“

Swain nickte: „Weshalb möchtet Ihr der Liga beitreten, LeBlanc?“
„Ich will das Geburtsrecht meines Volkes einfordern“, verkündete sie mit brennenden Flammen in ihren Augen. „Und glaubt mir, es wird mir gelingen.“

Jericho Swain stand vom Tisch auf und streichelte ihr sanft über das Gesicht. „Wie fühlt es sich an, seine Gedanken nicht verbergen zu können?“

LeBlanc warf ihren Kopf zurück und lachte: „Ihr denkt, ich hätte meine Gedanken offenbart, Beschwörer?“ höhnte sie. „Ihr werdet LeBlanc nie kennen. Sie ist sehr viel älter als ich. Sie ist älter als Eure so geschätzte Liga.“ Swain nickte. Die Türen vor ihr flogen auf und ließen sie allein im Licht zurück. Die Liga der Legenden erwartete sie.


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Feathertail

Senior Member

10-29-2010

Kann es sein das man sich hier im Forum geirrt hat?

Ist da doch tatsächlich ein Englischer Text im 'Deutschen' Forum eê!


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ZenonTheStoic

Champion Designer

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10-29-2010

Ja ja, Moment, ich fix es


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ZenonTheStoic

Champion Designer

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10-29-2010

Da. Gefixt. Sorry, wir sind uns schon am besaufen, wegen den Golden Joysticks und so. Verständlich, oder? ;P

(War nur'n Scherz! Wir fangen erst jetzt an ;P)


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Lolomon

Senior Member

10-29-2010

Zitat:
ZenonTheStoic:
Da. Gefixt. Sorry, wir sind uns schon am besaufen, wegen den Golden Joysticks und so. Verständlich, oder? ;P

(War nur'n Scherz! Wir fangen erst jetzt an ;P)



Sag doch einfach, ihr fühlt euch wie dein Portrait aussieht^^


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Shakzor

Senior Member

10-29-2010

Zitat:
ZenonTheStoic:
Da. Gefixt. Sorry, wir sind uns schon am besaufen, wegen den Golden Joysticks und so. Verständlich, oder? ;P

(War nur'n Scherz! Wir fangen erst jetzt an ;P)


Na dann viel viel spass^^ Auf das ihr zu viel Blut im Alkohol bekommen werdet


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Alestello

Member

10-29-2010

Kein Problem Zenon und Danke! Trink ein für mich mit ;-)


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Sunoke

Senior Member

10-29-2010

Wieder mal richtig nice geschrieben! Daumen hoch!


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The SoniX

Senior Member

10-29-2010

Joah ganz duffte^^ Hatte eig gedacht das Swain sie zum weinen bringt xD

Hab erst ab

Zitat:
Die Frau öffnete ihren Mund, um zu sprechen, doch ein scharfes Keuchen unterbrach sie. Sie zückte ein besticktes, mit Blut besprenkeltes Taschentuch aus den Falten ihres Kleides und benutzte es, um ein Husten zu unterdrücken.
wirklich realisiert das sie eine alte frau ist

Feier schön Riot


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Dann0

Member

10-29-2010

Zitat:
ZenonTheStoic:
Da. Gefixt. Sorry, wir sind uns schon am besaufen, wegen den Golden Joysticks und so. Verständlich, oder? ;P

(War nur'n Scherz! Wir fangen erst jetzt an ;P)


xD n1. Ich helf nachher noch mit aus.

Btt.: Bin nicht so der Beurteileilungs Fan aber bin sehr gespannt wie sie wird.