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Champion-Beurteilung - Urgot

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RiotBabagahnoosh

Lead Creative Designer

08-26-2010

Kandidat: Urgot
Datum: 24. August, 20 CLE

BEOBACHTUNG

Urgot schiebt sich durch die große Halle der Kriegsakademie, spinnenartige Beine befördern seinen aufgedunsenen, bauchigen Körper auf sein letztes großes Ziel zu. Das Schrammen des Metalls auf dem Marmor und das dumpfe Knistern der Energie begleiten seinen Gang, während er sich mit trügerischer Gewandtheit fortbewegt. Sein grauenvolles, ausdrucksloses Gesicht straft die Überzeugung in seinem Blick Lügen.

An seinem rechten Arm schwingt eine übel aussehende Klinge, die dort beginnt, wo die Hand hätte sein sollen. Sein linker Arm endet in einer Kanone, ein vergleichsweise unzureichender Ersatz für die Gliedmaße. Ächzend kommt er vor einem Paar kunstvoll verzierter Marmortüren zum Stehen. Er hebt eines seiner untergliederten Metallbeine und streckt es aus, um das versperrten Portal zu öffnen, welches bei seiner Berührung sanft aufschwingt. Seine vernarbte, zusammengeflickte Haut – gebleicht im gespenstischen Glühen der techmaturgischen Maschine, die ihn aufrecht erhält – glitzert, von Schweißperlen bedeckt, als er hineintrippelt.

BETRACHTUNG

Die Dunkelheit um ihn herum wurde immer durchdringender und vertrauter. Er konnte den Tau auf seinem Schädel spüren, als ihn eine steife Brise streifte. Sein ganzer Körper zitterte, doch in ihm gab es keine Furcht. Nur die Vorahnung dessen, was ihm bevorstand. Urgot presste seine Finger um den Schaft seiner Axt. Seine Finger! Er hob eine Hand vor sein Gesicht. Als sich seine Augen an die Finsternis gewöhnt hatten, starrte er seine eigenen, unversehrten Finger ungläubig an. Direkt hinter ihnen erkannte er das mürrische Gesicht Sions, seines befehlshabenden Offiziers, die Lippen zum Pfiff gespitzt.

Ein Blitz erhellte den Himmel und gab den Blick auf eine ferne Silhouette preis. Donner folgte einige Sekunden später. Konnte das sein? Konnte er hier sein? Jetzt?

Das schrille Pfeifen seines Befehlshabers riss ihn aus seinen Gedanken. Fast gegen seinen Willen stürmte er los und raste, den Kopf vorgereckt, auf seinen entfernten Gegner zu.

„Torzerschmetterer!“ hörte er jemand schreien. „Formiert euch, Männer!“

Vor sich konnte er sehen, wie die Soldaten Stellung bezogen, eine Mauer demacianischer Schilde, die auf den Ansturm warteten. Etwas war falsch. Es waren zu viele.

Ohne aus dem Tritt zu kommen, schwang er seine Großaxt herum, durchschlug den Schild des vordersten Feindes und stieß ihn zu Boden. Urgot griff – die Gefahr ausblendend – an und schwang seine Waffe in weiten Bögen, um das Loch in der Verteidigung seines Feindes zu verbreitern. Das Getöse der Schlacht erfüllte die Luft, während das Chaos über ihn hereinbrach. Für einen Moment waren die Demacianer verblüfft und boten ihm einen kurzen Augenblick des Verschnaufens.

Aus einer frischen Wunde rann Blut in seine Augen, doch er wischte es fort und spähte durch das Durcheinander. Ein weiterer Blitz erhellte eine entschlossene Gestalt in einer Rüstung, im Rücken der Vorhut, die Befehle brüllte, während sie Halt an einer uralten Eiche suchte. Urgot setzte sich wieder in Bewegung, wobei seine Kampfaxt ihm den Weg bahnte.

Er hackte sich den Weg bis hinter die feindlichen Linien frei, während die Schreie seiner Kameraden ihn in seinem Angriff immer schneller vorantrieben. Die Demacianer fingen sich wieder. Seine Kameraden waren kurz davor überwältigt zu werden. Er stürzte mit hoch erhobener Axt vor, um den feindlichen Befehlshaber abzufangen, als jener sich anschickte, sich wieder ins Getümmel zu werfen.

Sein Gegner warf sich zur Seite und die Klinge seiner Axt biss sich im Stamm des Baumes fest. Urgot zerrte unbändig daran, darum ringend, die widerspenstige Waffe freizubekommen. Doch es war zu spät. Ein silberfarbenes Aufblitzen und alles wurde still. Seine Vision verschwamm, als er rückwärts taumelte, die Arme vor sich ausgestreckt. Die zerstörten Körperglieder – direkt unterhalb des Handgelenks endend – brannten in weißglühender Pein, als sich aus ihnen ein Schwall Blut ergoss.

„Erinnerst du dich, Urgot?” fragte eine vertraute Stimme. Urgot drehte sich um, um seinem Gegenüber ins Gesicht zu blicken. Das Gemetzel um ihn war verschwunden, der Morgen dämmerte jetzt. Er stand auf einer Lichtung im Wald. Er konnte die Vögel in der frischen Morgenluft zwitschern hören. Garen, die Macht von Demacia, stand ein paar Schritte entfernt, wie beiläufig das Blut von seinem Schwert wischend.

„Ich erinnere mich, Demacianer,” krächzte der entstellte Krieger stoisch. „Ich erinnere mich daran, was du mir angetan hast.“

Ein bösartiges Lächeln huschte über den Rand von Garens Lippen. „Es ist nicht vorbei,“ spottete er.

Ein Augenzwinkern später war er verschwunden, abgelöst von einer jubelnden Menge noxischer Krieger. Urgots verschandelter rechter Arm endete nun in einer grausam aussehenden Glefe, dem Geschenk eines Feldchirurgen. Er schaute hinab. Zu seinen Füßen, mit dem Gesicht tief im Dreck steckend, lag ein hübscher, blonder junger Mann. Jarvan IV, Kronprinz von Demacia, blickte zu ihm auf. Durchdringende blaue Augen hefteten sich ohne Furcht an ihren Scharfrichter. Obwohl er geschlagen war, vermochte nichts die ihn umgebende Aura aus Stolz und Würde zu beflecken.

Urgot trug ein selbstgefälliges Grinsen zur Schau, als er mit seinem Arm zum finalen Schlag ausholte. Ein Pfeil traf ihn in der Brust und stoppte die Bewegung seiner Hand. Er rang schmerzerfüllt nach Luft, sah gerade noch rechtzeitig auf, um einmal mehr einen Blick auf dieselbe gepanzerte Gestalt zu erhaschen, die mit unheimlicher Geschwindigkeit und bedrohlich erhobener Waffe auf ihn zuraste.

Er krachte zu Boden. Eine warme Pfütze breitete sich mit jedem langsamen, ohrenbetäubenden Herzschlag schneller unter ihm aus. Er wollte schreien, allein ihm fehlte der Atem. Das durfte nicht das Ende sein! Nicht so! Das war sein großer Augenblick. Nicht so! Finsternis umfing ihn und ließ ihn mit seinem Mörder allein.

„Weshalb möchtest du der Liga beitreten, Urgot?“ fragte Garen, der sich schwer auf sein Schwert stützte.

Urgots schwerfälliger Atem verklang. Er war einmal mehr vollständig, seine Metallbeine ächzten, als er vor Wut bebte. Nekromantische Energie durchfuhr sein metallenes Rückgrat. „Rache!“ brüllte er, die Augen hasserfüllt.

Garen nickte und trat einen Schritt auf ihn zu. „Wie fühlt es sich an, seine Gedanken nicht verbergen zu können?”

Als Antwort erhob Urgot seine mächtige Glefe über seinen Kopf und ließ sie kraftvoll auf das Abbild seiner Nemesis hinabfahren. Doch er durchschlug nur Luft, als sich das Phantom in der Dunkelheit auflöste. Die großen Türen vor ihm flogen auf. Die Liga erwartete ihn.


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Smargon

Recruiter

08-26-2010

wow first^^ wirklich spannend


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Boogleboy

Junior Member

08-26-2010

wow 2ter is schon geil ; )


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Bananamage

Member

08-26-2010

das mit dem "wie fühlt es sich an seine gedanken nicht verbergen zu können" passt nicht.
er hat im gegensatz zu den anderen an dieser stelle ja gleich die warheit gesagt.
aber echt geile geschichte etwa so geil wie er hässlich ist^^


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TeBob

Member

08-26-2010

Super, ich hoffe irgendwann kommen auch die alten Champions an ihre Beurteilung


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Frostb1te

Member

08-26-2010

wow hätte nich gedacht das urgot es beim ersten mal schafft (wer mein post zur letzten beurteilung zu vlad gelesen hat denk wohl genauso) xD


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lucasstrike

Senior Member

08-26-2010

hä heißt der jetzt urgot-der stolz des anführes oder urgot- stolz des scharfsrichters


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PANZERKNACKER

Senior Member

08-26-2010

tjaja der garen^^


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Deavn

Senior Member

08-26-2010

cool

edit: garen ftw


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DeRock

Senior Member

08-26-2010

Omg macht einen film daraus oder eine filmreihe !!!!!