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Flucht aus der ELO-Hölle

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BelArk

Junior Member

02-20-2015

Um mich etwas von meinen Prüfungsvorbereitungen abzulenken, werd ich mir mal etwas den Spaß gönnen und über die ELO-Hell schreiben.

Also erstmal zum Begriff "ELO-Hell". Was passiert da statistisch? Falls sich jemand etwas mit Poker befasst hat, dann sollte dir auch der Begriff "Varianz" bekannt sein. Das bedeutet, dass bei statistischen Prozessen es mal in die eine, aber auch in die andere Richtung gehen kann. LoL ist so gesehen auch nichts weiter als eine große Verlosung, wer mit wem spielen darf, und somit kommt auch hier die Statistik ins Spiel.

Betrachten wir also erstmal den einfachen Vorgang des Matchmakeing. Natürlich gibts da das MMR oder ELO, was für faire Teams sorgen soll. Dennoch ist nicht gewährleistet, dass jemand mit einer KDA von 12-2-10 vor einer Woche genau am heutigen Tag genauso gut drauf ist. Es ist somit mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Betrachten wir also 10 Spiele - 10 davon werden bedauerlicherweise verloren.

10 Spiele bedeuten 10x5 = 50 Spieler in deinem Team. Irgendwo hab ich gelesen, dass sich auf EUW zwischen 1,4-10 Millionen Spieler befinden. D.h., wenn du dich nach 10 Spielen über eine vermeintliche "ELO-Hell" beklagst, dann beschwerst du dich, dass du 0,004-0,0005% der EUW-Community in deinem Team hattest und diese halt auch mal schlecht waren. Dabei hast du 0,004-0,0005% eines anderen LoL-Community Teil kennen gelernt, der zufällig die bessere Hälfte deines Spiels darstellte. In dem Sinne - du pauschalisierst über eine unfaire Verteilung der Spielpartner bei vllt einem Lossstreak, wo du noch nichtmal 0,001% der ganzen Spieler zugeteilt bekommen hattest.

Über das Gesetz der großen Zahlen lässt sich das an sich leichter, aber auch komplizierter begründen. Vergleichbar ist es mit dem Poker, wo Leute nach 100 verlorenen Händen sagen "Ich hab ja nur Pech". Statistisch plausibel wird es aber erst bei 1.000.000 gespielten Händen und mehr. Nun übertrag dir mal selbst diese Dimension auf deine Rank-Spiele.

Damit will ich erstmal die Irrwitzigkeit deutlich machen, ab wann die "ELO-Hell" voller Frust ausgerufen wird.

Wichtiger ist aber - woher kommt das Bedürfnis, dies zu tun? Morphologischer Ansatz dabei ist:
"Ich bin besser, daher behaupte ich, dass die anderen Schlechter wären. Da das System also zuteilt, dass ich nur schlechtere Mitspieler bekomme, muss also das System unfair sein!"

ELO HELL!!!!

Bull****!

Also erstmal muss sich ein jeder selbst die Frage stellen - kann ich denn beurteilen, was gut oder was schlecht ist? Mir begegnet oft soetwas wie: "Na ich bin doch höher eingeteilt worden. Wieso steig ich ab? Das ist doch unfair." Wahrscheinlicher aber ist es genau nicht unfair, sondern einmal gerecht.

Wenn du dir überlegst, dass 5-10 Spiele für deine Einteilung in eine Division erhoben werden und diese aussagen sollen, wie gut du bist... dann ist das letztendlich genauso gerecht, als würdest du in 10 Fächern mit 10 willkürlichen Lehrern in der Schule geprüft werden.. und dies soll Aussagen, ob du was taugst oder nicht. Und dabei können sich die Fächer sogar doppeln. D.h. wenn du gut in Mathe bist und 9Mal in Mathe geprüft wirst - YaY! Du bist der schlauste Mensch der Welt! Falls du aber nur noch ein Bein hast und 7Mal in Hochsprung geprüft wirst, doof gelaufen! Biste halt ne Niete.

So in etwa funktioniert auch das System bei LoL. D.h., ich tu etwas, z.B. brauche 5 Spiele für meine Einteilung, spiele davon 3Mal Diana und vermöbelst damit ordentlich ne Katarina. Fühlt sich erstmal gut an, nicht? Die nächsten 2 Spiele weiter Diana (lief ja so gut). Es ist etwas mäßig, aber meine Botlane und der Jungler reißen alles raus. Ich stehe also gut da. Die anderen Lanes gewinnen Early+Midgame und ich gleiche meine negative Billanz im Lategame mit paar Easy Kills raus. Wieder bin ich der Gewinner.

Das System sagt mir somit - "Yeah, krasse Wurst, spiel mal bisschen weiter oben mit." Und in mir wird das Gefühl geweckt, ich hätte mächtig was drauf.

Wieder spiel ich Diana, und bekomme heftigst von nem Mordekaiser aufs Maul. Nanu? Ich persönlich lass sowas nicht auf mir sitzen, also direkt Mordekaiser gekauft und nächstes Spiel damit durchgestartet! Aber nun? Mordekaiser war doch so OP im Spiel davor. Und nun bezieh ich nur noch Dresche von einem Yorick.... Ach der Noob hat doch nur Glück! Sicher liegts auch daran, dass mein Jungler nicht gankt.

Na sowas auch!

Weiter gehts mit Diana und Mordekaiser im Wechsel. Mal gehts gut, mal gar nicht. Aber dann!! Die Katastrophe. "Main Mid Diana!!!", aber als Lastpick ist das mitunter nicht drin. Toplane ist auch schon vergeben. Also improvisier ich mal mit Leona und meinen AP-Runen als Supporter. Die habens doch eh leicht.

Ging voll in die Hose. Aber zu soeinem Spiel gehören ja bekanntlich 5:
- Gegnerischer Supp+Adc
- Gegnerischer Jungler
- mein Adc
- ich
(- mein Jungler war ja eh nie da, der noob, also zähl ich den schon gar nicht mit)

D.h. die Gegner hatten eh OP NoobChamps und mein ADC hat einfach jeden Skillshot verkackt. Wieso stirbt der auch dauernd? Naja, zumindest spiel ich nächste runde ADC.

Nun? Paar AD-Runen hab ich drin. Aber Meisterschaften sind ja egal, also nehm ich die gleichen wie bisher. Die hatten ja am Anfang gut geklappt. Wieso also nicht wieder? ... Wäre nur mein Supporter nicht so schlecht und ließe mich nicht dauernd sterben. Son Noob.

Kann ja nicht angehen, ich nehm nun wieder Diana Mid. Main halt. 1. Spiel gegen ein Cho Gath... wer spielt den denn bitte auf Mid? Loss... egal, hatte der halt nur Glück gehabt. Sonst spielt den nie jemand auf Mid. Eigentlich hatte er ja TP dabei, was macht der Noob auch auf meiner Lane?
2. Spiel gegen Katarina. Ez Game! ... DAUERND GANKS DIESE VERDAMMTEN HUNDESÖHNE!!! MEIN JUNGLER MACHT JA NIE WAS!

"no push no push" labert der. Natürlich push ich, damit ich Exp Deny beim Gegner hinkriege. Machen die bei LCS doch auch so. Dummer Spasst. Gankt mein Jungler nicht und sone Noob Kata gewinnt.

Und nun ist der Abstieg nicht fern. Elo-Hell halt...


Nun aber mal wieder ernst. Was statistisch sehr schnell passieren kann, ist, dass in den ersten Einteilungsspielen jemand genauso ungeschickt ist wie man selbst. Doch hat das eigene Team einen sportlichen Jungler, der jede Lane snowballen kann, während das gegnerische Team ihren besten Spieler als Support verdonnern (nichts für Ungut, gute Supporter sind das geilste, leider auch das Seltenste überhaupt!). Da mögen zwar 2 gleichstarke Teams gegenüberstehen, aber deines siegt haushoch. Und so kann sich das natürlich fortsetzen.

Was aber kaum Beachtung findet, ist die riesige Anzahl an möglichen Kombinationen an Championbewegungen. Überschlagen wir mal, dass es 120 verschiedene Champions gibt. Wenn du einen nimmst, können 119 verschiedene Champions als Gegenspieler auf dich warten. Ausgelegt ist LoL darauf, dass ca. 50% der verfügbaren Champions dich kontern. Dabei sind Team- und Synergieeffekte bei Champkombinationen noch vollkommen vernachlässigt. D.h. dich erwarten ca. 120²=14400 tendenzielle Sololaning-Matchups, wenn du das Spiel voll ausreizt.

Weiter gehts dann theoretisch mit den Supporter+Adc Kombinationen. Später lässt sich noch der Jungler als Aspekt einwerfen. Und Teamfights sind sowieso das zentrale Thema. D.h. es kommt eine gigantische Menge an potentiellen Begegnungen, Kombinationen und somit Informationen auf dich zu. Und wenn man mich nun als Beispiel nimmt mit vllt 300 Spielen, dann ... 300 Spiele zu 14400 Sololaning Kombinationen... yeah...

Zumindest gibt es da extrem viel, was man falsch machen kann. Und aus Zufall heraus macht man wirklich eher die Dinge falsch, als dass man sie richtig macht. Spätestens der eigene Abstieg beweißt, dass dies der Fall ist. Problematisch ist jedoch, wenn man keine Ahnung hat, und die Dinge wirklich gut laufen. Also so richtig gut. Du hast kein Plan, was du tust, bist aber Carry und verhaust andere Anfänger so richtig heftig. Das fühlt sich erstmal gut an, aber verzerrt möglicherweise total das eigene Bild auf die eigenen Fähigkeiten und veranlasst einen dazu, eine gewisse "Erwartung" zu entwickeln, dass es doch so leicht bleibe.

Weiteres Ding sind dann Runen, Meisterschaften und co. Dafür gibt es gute Guides und Hinweise im Inet. Ebenfalls hat sich da ein Standard entwickelt, der mehr oder weniger den Mainstream zur Gleichförmigkeit bewegt. Aber auch hier gibt es 2 Kniffe:

1. Die Meisterschaften bleiben gleich. Easy Going. Aber die Runen/Essencen/etc... verändern sich. D.h. man kann immermal wieder neue im Shop kaufen und alte sind nicht mehr erhältlich. D.h. du hast dir einmal ein gutes Runenbuilt aufgebaut, aber nie aktualisiert. Eine andere Person hat genau das selbe Runenbuilt, stellt aber fest, dass durch das neue Angebot noch ein kleines bisschen mehr rauszuholen ist. Genau soetwas kann zu dem sogenannten "Glück" führen, warum der- oder diejenige genau mit 1HP davon kommt, während du das Nachsehen hast.
2. Du baust dir deine Runen auf deine Mains auf. Z.B. wurde mir einmal empfohlen, bei Tryndamere auf kritischen Schaden zu gehen. Das Runenbuilt ist demnach etwas "spezieller" und vllt nicht so übertragbar auf andere Champs. Nun bleibt die Frage - bin ich denn weit genug abgedeckt für Alternativen, wenn ich meinen Main nicht bekomme? 2 Mains auf 5 Positionen, wobei meine 4 Mitspieler genau auf meine 2 Mains spezialisiert sein können... Kann mehr als oft in die Hose gehen.

Weiter gehts mit dem Meta-Game. Knapp gesagt - die bessere Teamkombination mit dem größeren Synergieeffekt gewinnt. D.h. 5 squishy Assassines gegen 4 Tanks und 1 Supporter... Mag im Early für die gefühlten 5x Katarinas gutgehen. Aber sobald die Tanks ihre Magieresistenz ausgebaut haben, blickt das Assassinen-Team kein Licht mehr. Es ist also extrem wichtig, gerade bei den letzten 2 Picks im Draftpick (oder wechselnde Championwahl) nicht die eigenen Interessen durchzusetzen, sondern das Team bestmöglich zu ergänzen. Dies bedeutet mitunter, Fähigkeitsstärkebasierende Champs zu nehmen, wenn nur welche mit Angriffsschaden genommen wurden. Oder einfach auch, dass man mal einen Braum nehmen muss als eine Morgana, um im Lategame bessere Möglichkeiten hat, für ein Teamfight einen richtigen Engage zu platzieren.

Das wars soweit mit der statischen Spielbetrachtung. Um das kurz vorwegzunehmen - wenn man Morgana Tanky spielt, kann die bei richtigem Gameplay in manchen Situationen einen besseren Engage liefern als ein Braum. Aber genau da ist das Problem - in welcher SItuation ist genau WAS der entsprechende Unterschied, dass mein Team in einem Fight ein Ass erzielt und im nächsten vernichtend geschlagen wird?

Ab dem Punkt fängt das Spiel an, wirklich knifflig zu werden. Alles davor genannte kann man mit etwas Fleißarbeit sich anlesen, aber das richtige Verhalten in den entsprechenden Situationen ist hauptsächlich ERfahrungssache. Oft kommen da Dinge wie "Mechanics, Map Awareness, ..." mit rein. Aber auch das richtige Rollenverhalten muss verstanden sein, um ein gutes Spiel abzuliefern. Ich persönlich seh oft, dass z.B. der Supporter engagt. Der ADC folgt ... und Schwupp, hat sich der Supporter verdrückt. Nanu? Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen. Das soll kein keine Aufforderung zum Feeden sein, wenn man Supporter spielt. Aber generell muss man sich selbst einschätzen und zugestehen, dass man selbst nicht immer im Mittelpunkt stehen kann. LoL ist ein Teamspiel und nur ein gutes Team führt zum Erfolg, kein guter Einzelspieler oder Spielerin.

Wenn man also eine Rolle wirklich gut verstanden hat und auch den eigenen Wert mit dieser Rolle für das eigene Team gut einschätzen gelernt hat... gibts ja immernoch 4 weitere Rollen, bei denen mans ordentlich verkacken kann. Das ist wohl oder übel eine Sache, mit der man sich im Solo/DuoQ arrangieren muss. Außer man findet ein freundliches Team.

Zum dynamischen Spielteil gehören ebenfalls der Unterschied zwischen Early-, Mid- und Lategame. Jede Spielphase bringt neue Möglichkeiten und neue Risiken. Oftmals verliert das unterlegene Team genau aus dem einfachen Grund, weil das gegnerische schneller schaltet und die Möglichkeiten der folgenden Spielphasen besser ausnutzt.

Andere strategische Punkte sind sowas wie Dragon und Baron, Buffs, Jungle Invade, Ganking, Roaming, etc etc.

Problematisch ist auch oft das übliche menschliche Verhalten, durch Nachahmung zu lernen. Ich persönlich mach auch viel nach. Z.B. Kopier ich mir die vorgegebenen Masteries und Runes aus Guides und schau mir später an, wieso das so effizient sein soll. Schlecht wirds aber dann, wenn ich einen Move sehe von Progamern und ihn übernehme. Oft seh ich sowas wie z.B., dass ein Lee Sin gefühltermaßen über die halbe Map springt, somit in ein 1on4 rennt, stirbt und hinterher sich beschwert, dass das eigene Team penne. Wenn ich ihn frage, was das soll, meint der nur "lol noob, insect. pros do that"... wie auch immer.

Man muss dabei auch unterscheiden, dass Pros wissen, was/wann/warum/wie/was/blub sie tun. Die Leute verdienen damit ihr Geld und packen da so viel Gripps und Vorarbeit in ihre Moves rein, dass es mit einem einfachen Nachahmen oft nicht getan ist. Oft führt das zu unerwünschten Ergebnissen.

Also Fazit bisher - es gibt vor dem Spiel schon viel zu erfahren, im Spiel selbst aber noch mehr. Aber letztendlich zählt nur das Team, denn nur das Team gewinnt oder verliert, und nie man selbst allein.


Hier kommt nun aber der meist unterschätzteste Punkt von allen - die Teamdynamik. Unser aller Spielverhalten ist extrem Tagesformabhängig. D.h. ich verkack heut und morgen spiel ich wie ein junger Gott, der locker Leute 5 Divisionen über mir weghaut. Die Sache mit der Tagesform ist aber etwas, was viel mit Erfahrung und Selbsterkenntnis zu tun hat. Z.B. gibt es bei dem Poker das Wort "tilt". Das hat schon sehr viele Leute in die Armut geschickt. Knapp gesagt bedeutet es - wenn ich gefrustet bin, spiel ich Scheiße. Beim Poker ists natürlich schmerzhaft, weil schlechte Entscheidungen und schlechtes Spiel bedeutet, viel Geld zu verlieren. Bei LoL sind es dann wenigstens nur 45min des eigenen Lebens.

Letztendlich ist es aber sehr hilfreich, wenn man sich selbst überprüft und schaut, ob man müde/traurig/fröhlich/gestresst/genervt/heiter/neutral/ausgepowert/energiegeladen ist und man dann mal guckt, wie sich dies auf meine Spielweise auswirkt. Heikel ist oft die Müdigkeit, weil man einfach beschissen spielt, aber auch so gar kein Gefühl mehr dafür hat, warum man kacke spielt. Man machts einfach falsch, ohne dass man was gegen tun kann. Da kannst genauso bekifft oder besoffen zocken. Hat einen vergleichbaren Effekt. - Mir geht es zumindest so bei Müdigkeit.

Weiter geht es dann damit, dass deine Mitmenschen deine eigene Laune ebenfalls extrem beeinflussen können. Und das sogar mehr, als dir und mir lieb ist. Z.B. ist das enorm einschüchternd, wenn man seine Lane mit 0-4 erstmal im Early Game verkackt. Da will man eigentlich gar nicht merh aus seiner Base kommen. Dazu noch "OMG STOP FEED"... da ist das Game für einen doch glatt mal gelaufen. Oft aber hab ich persönlich schon Spiele erlebt, wo aus einem extremen Rückstand ein grandios gewonnenes Spiel wurde. Warum? Wie konnte das geschehen?

Ganz einfach eigentlich - das eigene Team war sehr freundlich und aufbauend. Jeder hat mal einen schlechten Tag oder eine schlechte Phase. Kann immer passieren! Ist auch jedem schon passiert. Zumindest gab das Team niemandem einen Grund, sich schlecht zu fühlen... ist ja letztendlich auch nur ein Spiel. Was dagegen bei den Gegnern passierte: Ein misslungener Skillshot und der angespatte ADC fing an, auf dem Supporter rumzuhacken (Supp-ADc ist jetzt häufig angeführt; kann aber jede andere Position gleichermaßen betreffen). Zumindest hat das klar führende Team angefangen sich zu Grund und Boden zu streiten.

Während also auf der einen Seite ein Bob der Baumeisterliches "Yeah, wir schaffen das!" vorherrschte, spielte das führende Team Russland&Ukraine und naja. So kams eben, wie es kommen musste.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wieso, aber gerade in LoL ist das Aggressionspotential so hoch wie in keinem anderen Spiel, das ich erlebte. Oft werd ich schon beleidigt, weil ich vllt. eine Entscheidung anders treffe als Andere oder jemand mal Kassadin als Supporter nimmt (und damit auch extrem erfolgreich war). Ebenfalls lenkt es mich persönlich auch total ab, wenn der Chat so zugespammt wird mit Streitigkeiten, dass ich gar nicht mehr mitkriege, dass die Gegner roamen und ich als Toplaner plötzlich nen Jungler und Midlaner hinter mir hab. Ebenfalls das zwanghafte "viel Pingen hilft viel" hat den gleichen Effekt.

Ebenfalls bitte ich dich - sollte dich das betreffen - über folgenden Punkt nachzudenken:

Kannst du Gedanken lesen?

Albern, dies zu fragen, nicht? Grund dafür ist, dass ich sehr oft sehe, dass Leute sich nie zu Wort melden und irgendwann sowas kommt: "OMG WHY DUD YOU BAN MY MAIN?" ... tja, selbst Schuld, will ich wohl meinen.
Ebenfalls kommt oft sowas wie "Why did you do that?" oder "Why did you feed?". Ganz ehrlich, rein sachlich gesehen, was für eine Antwort erwartest du? Da gibt es 3 mögliche Reaktionen:

1. Du wirst ignoriert
2. Du verunsicherst deinen Mitspieler so sehr, dass gleich der nächste Fehler kommt
3. Du wirst zurückgeflamt

Hilfreicher ists also, im Voraus zu sagen "Hey Freund Teammate, pass mal besser auf. Mach das mal so und so, anderenfalls könnte was schief gehen." als nach dem erledigten Fehler dieses übliche "OMG WHY WHY??????!?!?!?!?TROLOLOLOL" rauszuhauen. Es ist wirklich keine Hilfe. Es hilft ebenfalls niemanden zu sagen "Du bist schlecht" oder "Erklär mir mal, warum du tust, was total falsch ist"

Ingame hat einfach keine Sau Bock auf diskutieren. Entweder man bietet also direkt Lösungsvorschläge, Alternativen und führt ggf. das Team. Oder man hält einfach das Maul.


Auf viele Dinge könnte man noch sehr viel weiter eingehen. Du siehst also, dass es sehr viel zu beachten und zu hinterfragen gibt, wenn du wirklich extrem gut sein willst. Wenn dir das Spiel aber nur Spaß machen soll - dann mach dir selbst Spaß, in dem du freundlich bist, deinen Teammates hilfst und auch Fehlern vergibst. Immerhin willst du ja auch nicht Game für Game bloßgestellt werden. Gelassenheit ist einfach das A&O in soeinem Spiel (Querverweis zum Thema "Tilt&quot.

Nimm also dich selbst nicht so ernst und Spiel einfach weiter ein Spiel, was dafür gedacht ist, Spaß zu haben. Um die sogenannte "ELO-HELL" zu verlassen, reicht meist Gelassenheit schon aus, weil du dann zumindest verbal und nervlich dein Team nicht mehr behinderst und sie in Ruhe ihre Arbeit machen lässt. Soll es noch weiter bergauf gehen, dann sei ehrlich zu dir und betrachte deine spielerischen Defizite. Denn die ELO-Hell ist vollständig hausgemacht.



GL & HF my friend. Wir sehen uns im nächsten Ranked!





Ps. Habs nicht nochmal Korrekturgelesen. Seht also jeden gefundenen Rechtschreib- und Grammatikfehler als Kompliment und als Vertrauen in eure Selbstständigkeit, dass ihr nicht den Blödsinn nachmacht, den ich falsch schreibe.


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Osmanli90

Senior Member

02-20-2015

alta.... denkst du das liest sich jemand durch??? kümmer dich lieber um deine prüfungen.....


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BelArk

Junior Member

02-20-2015

Keine Sorge. Werde schon gut bestehen. Sonst würd ich meine Zeit anders einteilen.


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Reshanras

Senior Member

02-20-2015

tldr?


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söm

Senior Member

02-20-2015

Zitat:
Hab gerade Lust, mich etwas von meinen Prüfungen abzulenken, daher erzähl ich mal ein bisschen was über die sogenannte ELO-Hölle.

aha, bye


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Alpenstürmer

Senior Member

02-20-2015

Wen willst du eigentlich mit deiner Wall of text beeindrucken?

Dir muss tierisch langweilig sein, uns hier vorzubeten was die Elo Hell sein soll.Als hätts so nen Beitrag noch nie gegeben...

Leute gibts...


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BelArk

Junior Member

02-20-2015

Haha, lustige Reaktionen.

Also nein, langweilig ist mir nicht. Ich erkläre auch nirgends, was eine "Elo-Hell" ist. Da musst du dich verlesen haben. (jaja, mir ist der ironische Umstand bewusst)

Ich geh nicht davon aus, jemanden zu beeindrucken. Hab ich nicht nötig. Dazu trau ich eigentlich jedem, wer auch immer lesen und schreiben kann, zu, einen langen Text zu verfassen.

Insgesamt geht es darum, dass sich Leute selbst maßgeblich überschätzen und die Komplexität des Spiels nicht einschätzen und auch nicht bewältigen können. Das wird zwar nicht detailliert erläutert, scheint aber trotzdem für einige einen zu großen Umfang zu ergeben. Ebenfalls werden typische anfängliche Fehleinschätzungen und das verkorkste Mindset vieler Leute erklärt und wie sich dieses bildet.

Wahrscheinlich könnte man über LoL ein Buch schreiben.

Und um Missverständnisse zu vermeiden - ich hatte einfach Freude daran. Manche verzocken ihre 5 Leben bei Candy-Crush und ich mache sowas. Zeitlich kommts in etwa aufs Selbe hinaus.


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Rkoturdo Ndo

Senior Member

02-20-2015

Heya
Netter Text, hat mir die Pausen auf der Arbeit schön gekürzt. Allerdings steht da für jeden, den das Thema interessiert absolut nichts neues drin und jeder, den das Thema nicht interessiert hört nach dem ersten Satz zu lesen auf.

MfG Rkoturdo


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söm

Senior Member

02-20-2015

wer will denn kürzere pausen bei der arbeit? :-||


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eSoXxe

Senior Member

02-20-2015

Guter Text soweit, zum Thema wurde leider schon rauf und runter geschrieben.


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